Die 3:2 Könige

Unser letztes Spiel war diesmal gegen TGB Darmstadt. Wir trafen uns wie gewohnt an der Shell Tankstelle in Nordenstadt. Dort stand auch schon unser Libero Tim, der ziemlich fertig aussah - sichtlich gezeichnet von seiner Skifreizeit. Wir werden vermutlich noch schlimmer aussehen, wenn wir von unserer Mannschaftstour aus Sölden zurückkommen. Nun gut, nachdem dann die Nauroder Chaoten-Truppe komplett war, konnten wir endlich losdüsen.



In Darmstadt angekommen erläuterte Lennard zunächst seine persönliche Ball-Spielesammlung und so schossen wir uns gegenseitig mit dem Ball ab. Dieses Warm-up war so eigentlich nicht geplant und brachte uns ganz schön ins Schwitzen. Kurz vor Anpfiff des ersten Spiels TGB Darmstadt – FTG Frankfurt fragten sich alle, wo ist eigentlich Teddy? Teddy hatte seine persönliche Sommerzeit bereits frühzeitig umgestellt und kam eine Stunde später. Icke musste daher als erster Schiedsrichter einspringen. Icke verwechselte öfters die Handzeichen, aber ansonsten zeigte er, wie auch das Schreiber-Duo, eine gute solide Leistung. Er war auch sehr nachsichtig bei einer emotionalen nonverbalen Entgleisung eines Spielers der FTG.
Tja, unser Trainer, immer sehr harmoniebedürftig. :-) 

Als dann Darmstadt überraschend die FTG mit 3:0 vom Platz fegte, waren wir gewarnt. Das ist schon bitter, wenn man als Tabellenerster am letzten Spieltag die Krone weggenommen bekommt. Naja, wir wollten es auf jeden Fall besser machen und gingen mit entsprechender Motivation in den ersten Satz.
Die Erfahrung, dass Alkohol bei einem Punktspiel nicht förderlich ist, haben auch schon einige Spieler von uns gemacht. Bis der Gerstensaft ausgeschwitzt ist, dass dauert schon eine Weile. Wir gewannen den ersten Satz (danke Gerstensaft?) ungefährdet mit 16:25.

Im zweiten Satz bekamen wir dann schon mehr Gegenwehr. Wir erspielten uns zwar immer einen gewissen Punktevorsprung, aber mit viel Stimmung spielte sich Darmstadt in einen Rausch und konnte immer wieder ausgleichen. Wir wurden immer nervöser und Darmstadt hatte zum Schluss die besseren Nerven und gewannen den zweiten Satz mit 25:23.

Im dritten Satz das gleiche Spektakel. Ein ausgeglichener Satz, untermalt mit lauten Buschtrommeln. Wir kämpften, aber auch hier hatte TGB am Ende die Nase vorn und gewann den Satz mit 27:25.

Im vierten Satz starteten wir dann unsere Geheimtaktik. Dem Gegner so viele Punkte schenken, dass dieser sich in Sicherheit fühlt. Das gelang uns sehr gut. Wir spielten wirklich schlecht. Unser Plan ging auf. Ich habe den Spielstand nicht mehr genau vor Augen, aber ich glaube es stand 19:12 für Darmstadt. Das war die Initialzündung für unsere Aufholjagd. Während Darmstadt schon den 3:1 Sieg feierte, holten wir Punkt für Punkt auf. Durch starke Angaben, einen starken Block und viele Fehler vom Gegner, war der Satz plötzlich wieder ausgeglichen. Ein kompromissloser Angriff von der Vier und ein „Licht aus – Dunkel“- Block auf der Zwei und wir gewannen den Satz mit 24:26.

Im fünften Satz zeigten wir den Darmstädtern, dass wir auch Stimmung machen können und sangen: „1 zu Nuuulllll“; „2 zu Nuuulllll“; „3 zu Nuuulllll“; „4 zu Nuuulllll“; „5 zu Nuuulllll“; „6 zu Nuuulllll“ … Mit dem Vorsprung im fünften Satz spielt es sich schon angenehmer und die letzten Punkte holten wir uns auch noch. Wir gewannen den Satz mit 9:15 und das Spiel mit 2:3.

Was für eine erste Saison! Die Naurod Volleys landen als Aufsteiger in der Landesliga auf Platz vier. Darauf können wir aufbauen. In der inoffiziellen Geschlechterwertung haben wir sogar zwei Punkte mehr als die Damen 1 in der Landesliga. :-)

So, nochmals ein Dankeschön an Darmstadt. Das war ein richtig geiles Spiel und gute Stimmung. Das hat richtig Bock gemacht. Die Herren 1 verabschieden sich jetzt erst mal und fahren Richtung Partymetropole Sölden und machen jetzt mal eine Pause. Wir haben es uns verdient! Prost!