Bommersheim 3 gegen Herren 2 

Wo stehen wir wirklich mit dem neuformierten Team? Das war die wichtigste Frage, die wir an diesem Spieltag beantworten mussten, obwohl wir ja nach den erfolgreichen Heimspielen als Tabellenführer vom Platz an der Sonne nach Bommersheim gereist waren.
Bommersheim 3 hatte nur einmal gespielt und am grünen Tisch verloren weil sie einen nicht spielberechtigten Spieler eingesetzt hatten. Immerhin hatten wir im ersten Spiel als Schiedsgericht die Chance den Gegner zu beobachten. Das Niveau dieses Spiels war eher bescheiden so dass wir nicht wirklich viele Schlüsse daraus ziehen konnten, ausser: Es liegt wohl in unseren eigenen Händen was wir am Ende mitnehmen können.

 

Der Auftakt im ersten Satz war dann auch eher nervös. Gleich die ersten vier Angaben wurden verschlagen. Das es trotzdem nur 5:5 stand zeigte, das die Annahme auf Anhieb recht gut funktionierte und wir den Gegner mit unserem Angriff vor schwer lösbare Aufgaben stellten. Als es uns dann gelang auch noch Druck mit der Angabe aufzubauen, konnten wir uns einen Vorsprung erarbeiten und konsequent ausbauen. Eine kleine Schwächeperiode gegen Ende des Satzes konnte die insgesamt sehr konzentrierte Leistung nicht mehr schmälern. Mit 25:12 für Naurod war das Ergebnis dem Spielverlauf entsprechend.

Konzentration hochhalten - war die Devise im 2. Satz. In der Vergangenheit nicht unbedingt eine unserer ausgesprochenen Stärken. Umso erfreulicher, dass dies dieses Mal von Beginn an funktionierte. Zwar selten spektakulär, aber in jeder Phase konsequent und effizient hatte Bommersheim im gesamten Satz nicht den Hauch einer Chance. Obwohl sie nie aufhörten zu kämpfen und bis zum letzten Ball alles gaben, war der Druck für die sher jungen Spieler aus dem Stadtteil von Oberursel einfach zu  groß. 25 : 10 hieß es verdientermaßen am Ende für Naurod.

Also noch einmal "Konzentration hochhalten" sollte doch möglich sein, oder? Und jeder der glaubt das wäre ganz einfach, der kennt die "Magie des dritten Satzes" im Volleyball nicht. Da hat man schon haushoch überlegene Mannschaften verlieren sehen. In Fortsetzung dieser uralten Tradition haben dann auch wir erst einmal das Kapitel "Wie baue ich einen am Boden liegenden Gegner wieder auf" aufgeschlagen und begonnen es abzuarbeiten. Und auch das mit großer Konsequenz. Eigentlich haben wir nichts ausgelassen: Verschlagene Angaben, vesemmelte Annahmen, bescheuertes Zuspiel und am allerliebsten : übermotivierte Angriffschläge. Also alles Dinge bei denen der Gegner keinen Beitrag leisten muss um zu Punkten zu kommen. Dass Rückstand sich bis zum 8:12 doch noch in überschaubaren Grenzen hielt, war ausschließlich unserem Gegner zu verdanken, der selbst auch eine Menge Eigenfehler einstreute. 
Wie eine Erlösung kam dann doch noch eine bärenstarke Angabeserie vom eingewechselten Tim. Viele direkten Punkte waren die Folge. Die wenigen Bälle die dann doch noch mehr schlecht als recht angenommen wurden, wurden dann von Sam im Block dankbar verwandelt. So konnte der Rückstand in eine deutliche Führung verwandelt werden und der Satz am Ende vermeintlich sicher mit 25: 14 nach Hause gefahren werden. 

Sehr erfreulich dass in der abschließenden Spielanalyse im Matera in Nauerd alle Beteiligten das gleiche Bild von den Stärken und Schwächen an diesem Tag hatten. Und die wichtigste Frage war schließlich auch beantwortet: Wir stehen vermutlich nicht völlig zu Unrecht an der Tabellenspitze, haben ein tolles Team das mit jedem Spiel weiter zusammenwächst und gemeinsam viel Spaß hat.